„Zum Erfolg braucht der Forscher die vier großen "G": Geist, Geduld, Geld und Glück.“
-- Paul Ehrlich (1854-1915)
Wenn im Folgenden Theorien über das Wesen paranormaler Phänomene dargelegt werden, so handelt es sich ausnahmslos um wissenschaftlich nicht belegte Spekulationen, wie sie im Internet häufig zu finden sind. Sie beruhen allerdings zum großen Teil auf Beobachtungen, die von einer Vielzahl an Menschen gemacht wurden. So lange diese Theorien jedoch nicht wissenschaftlich untersucht und bestätigt wurden, sind diese nicht als anerkannte Tatsachen zu werten. Dennoch nehmen wir sie oft als Ausgangspunkt für unsere Untersuchungen, da wir dem Phänomen auf den Grund gehen möchten, dass eine derartige Menge an Menschen diesen Theorien zugrunde liegende Erfahrungen gemacht hat und uns immer wieder davon berichtet.
Cold spots: wenn die Temperatur plötzlich sinkt!
Ein häufig auftretendes Phänomen paranormaler Sinneswahrnehmungen sind die sogen. „cold spots“ (auch kalte Luftzüge). Es handelt sich dabei um einen plötzlichen und unerklärbaren Temperaturabfall von mehreren Grad Celsius. Wenn ein Bereich eines Raumes plötzlich, in Relation zur Umgebung und ohne erkennbaren Grund, kalt wird, könnte das ein Zeichen für die Anwesenheit eines Geistwesens sein oder es könnte sich um eine sich gerade manifestierende Erscheinung handeln.
Die Erklärung dafür ist, daß Geister Energie benötigen, um sich zu manifestieren und sichtbar zu werden. Deshalb entziehen sie ihrer näheren Umgebung Energie. Es kann sich dabei sowohl um elektromagnetische als auch thermale Energie handeln. Oftmals wird berichtet, daß nach einer „geisterhaften“ Begegnung, neue Batterien plötzlich leer sind, wodurch batteriebetriebene Geräte wie z.B. Videokameras, lahmgelegt werden.
Zu den Geräten für das Aufspüren von „cold spots“ zählen sowohl Infrarotthermometer, die eine schnelle und punktgenaue Messung erlauben, als auch Thermalbildkameras. Diese arbeiten mit dem oberen Bereich des Lichtspektrums (Infrarotstrahlen), welche von Objekten als Wärme abgegeben und auch reflektiert wird. Wärmere Objekte, wie z.B. warme Körper, geben ein höheres Niveau an Infrarotstrahlung ab als kühlere Objekte (z.B. Gebäude, Möbel etc.). Beide Geräte werden häufig zum Aufspüren von Geistern benutzt.
In einigen Fällen haben Testpersonen ein starkes Kältegefühl, das aber durch die Meßgeräte nicht festgestellt werden kann. Dieses
subjektive Empfinden entsteht wohl durch emotionale oder psychische Reaktionen auf paranormale Erfahrungen oder die Anwesenheit eines Geistes.
Erwähnt sei hier auch, daß Skeptiker behaupten, „cold spots“ würden allein durch natürliche Temperaturschwankungen entstehen.
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Hohe Anzeigen von EMF-Geräten:
Ein AC EMF-Gerät mißt Fluktuationen im elektromagnetischen Feld (mit einer Frequenz von über 0 Hertz). Da Geister wohl aus Energie bestehen, können diese mit einem EMF-Gerät aufgespürt werden. Sie stören das elektromagnetische Feld und das EMF-Gerät zeigt infolgedessen höhere Werte an, als normal wären. Bevor man allerdings eine Untersuchung beginnt, muß man zunächsteinmal die Normalwerte des zu untersuchenden Bereiches feststellen, indem man an verschiedenen Stellen Messungen vornimmt und notiert. Dies geschieht vor allem, um festzustellen, ob hohe Werte auf der Anzeige des Gerätes nicht etwa durch natürliche Energiequellen wie Mikrowellen, Radiowecker oder Sicherungskästen verursacht werden. Sind all diese natürlichen Ursachen auszuschließen, könnte ein hoher Meßwert auf die Manifestation eines Geistes hinweisen.
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Elektronische Stimmen
EVP steht für “electronic voice phenomenon”, was mit „elektronisches Stimmenphänomen“ zu übersetzen ist.
Eine der ersten überlieferten Berichte von Geisterstimmen auf Tonband stammt von dem schwedischen Künstler und Opernsänger Friedrich Jürgenson aus dem Jahre 1959. Er versuchte, Vogelstimmen aufzunehmen, doch daneben befanden sich auch menschliche Stimmen auf der Aufnahme, die ihn mit seinem Namen ansprachen und Dinge wußten, die nur er selbst wissen konnte. Seit diesem Erlebnis widmete er sich der Erforschung dieses Phänomens und nahm noch viele weitere EVPs auf. Er zeigte seine Entdeckungen Hans Bender, dem Leiter des parapsychologischen Instituts der Universität Freiburg. Zusammen machten sie in den Jahren 1964 und 1970 einige Experimente. Sie konnten beweisen, daß diese Phänomen generell existierte, allerdings konnten sie die Sache nicht vertiefen, da die Ergebnisse nicht den strengen Anforderungen der analytischen Methoden standhielten.
1967 publizierte Jürgenson ein Buch zu diesem Thema (ISBN 3-4421-1727-5). Seit dieser Zeit ist EVP zu einem der beliebtesten und sicher auch modernsten Mittel zur Kommunikation mit der Geisterwelt geworden.
Bei unseren Untersuchungen benützen wir sowohl digitale als auch analoge Rekorder. Wenn man analoge Geräte verwendet, benötigt man ein externes Mikrophon, damit man die Aufnahme der Spulgeräusche ausschließen kann. Digitale Rekorder benötigen dagegen kein externes Mikro.
Es gibt zur Zeit viele Diskussionen über das Für und Wider analoger und digitaler Rekorder. Einige Leute behaupten, daß digitale Rekorder ein zusätzliches Gerät benötigen, das weißes Rauschen erzeugt, um gute Ergebnisse zu liefern (siehe unter „Geräte“). Dies zeigt schon, daß es viele verschiedene Techniken gibt, die Stimmen von Verstorbenen aufzunehmen.
Wir stellen normalerweise eine Frage und warten dann einige Sekunden, um einem potentiellen Geist die Möglichkeit zu geben, zu antworten. Manchmal lassen wir auch das Aufnahmegerät laufen und verlassen das Zimmer. Beide Methoden liefern meist gute Ergebnisse.
Meistens können diese Stimmen nur auf Band gehört werden und nicht „live“ während der Untersuchung. Die Aufnahmen müssen oft mit speziellen Computerprogrammen gefiltert und verstärkt werden, um sie hörbar zu machen. Eine Erklärung dafür könnte sein, daß Geister nicht über unbegrenzte Energie verfügen und das Sprechen vermutlich eine Menge Energie kostet, sodaß die Ergebnisse meist sehr schwach sind und manchmal nur gehört werden können, wenn sie verstärkt wurden.
Skeptikern zufolge sind die aufgenommenen Stimmen mit Störungen durch Radiowellen oder CB-Funk zu erklären. Es gibt auch Theorien, nach denen die Bänder durch elektromagnetische Immission beeinflußt, zuvor magnetisiert wurden oder daß eine bestimmte Art von Pareidolia verantwortlich für die vermeintlichen Stimmen wäre (das Gehirn interpretiert unklare Geräusche als bekannte Laute oder sogar Worte).
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Orbs auf Fotos:
Orbs sind runde, meist halb-transparente Objekte, die scheinbar frei in der Luft schweben. In den letzten Jahren erschienen tausende von Orbfotos in diversen Geisterforen, auf Webseiten, in Büchern etc. Es scheint als wären Orbs die moderne Version des Ektoplasmas.
Aber entgegen der häufigen Annahme von Anhängern des Paranormalen, es handle sich dabei um die Energie eines Geistes, denken wir, daß es sich lediglich um Staubpartikel handelt, die durch den Blitz der Kamera oder andere Lichtquellen erhellt wurden. Orbs werden hauptsächlich mit digitalen Kameras aufgenommen, obwohl sie manchmal auch in Bildern auftauchen, die mit analogen Kameras gemacht wurden.
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