Wenn im Folgenden Theorien über das Wesen paranormaler Phänomene dargelegt werden, so handelt es sich ausnahmslos um wissenschaftlich nicht belegte Spekulationen, wie sie im Internet häufig zu finden sind. Sie beruhen allerdings zum großen Teil auf Beobachtungen, die von einer Vielzahl an Menschen gemacht wurden. So lange diese Theorien jedoch nicht wissenschaftlich untersucht und bestätigt wurden, sind diese nicht als anerkannte Tatsachen zu werten. Dennoch nehmen wir sie oft als Ausgangspunkt für unsere Untersuchungen, da wir dem Phänomen auf den Grund gehen möchten, dass eine derartige Menge an Menschen diesen Theorien zugrunde liegende Erfahrungen gemacht hat und uns immer wieder davon berichtet.

 

Gespenst oder Hirngespinst?

Viele Theorien über die Natur paranormaler Phänomene ‚geistern’ durch das Internet. Unser Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese mit wissenschaftlicher Methodik zu ergründen.
Dazu haben wir u.a. einige Physiker befragt und ihnen eine Auswahl der gängigen Theorien über das Wesen von Geistern vorgelegt.
Im Folgenden finden sich sowohl die Theorien in kurzer Zusammenfassung als auch die Stellungnahmen der Physiker, die als Arbeitshypothese ausnahmsweise die Existenz von Geistern angenommen haben.

Theorie 1: Geister entziehen (Wärme)energie
Die erste unserer Theorien besagt, daß Geister Wärmeenergie aus der Umgebung ziehen und die Raumtemperatur somit sinkt.

Theorie 2: Geister sind mit einem Gaußmeter meßbar
Die zweite Theorie besagt, daß Geister mit einem Gaußmeter meßbar sind und einen stark erhöhten Wert auf der Anzeige auslösen.

Unsere Frage lautete: Wie muß ein Geist beschaffen sein, um diese Eigenschaften zu besitzen? Wäre dies überhaupt physikalisch möglich?

Antwort des Physikers (Zusammenfassung):

Hypothetische Annahme: Geister sind real und entziehen ihrer näheren Umgebung Wärme und können mit EMF-Geräten [Anmerkung: Gaußmeter] nachgewiesen werden.

Um diese Eigenschaften zu haben, müßten Geister nach den Grundsätzen der Physik aus Materie bestehen, mit einer bestimmten Masse, spezifischen Dichte, Wärmekapazität u.ä.
Wenn es sich aber um Materie handelt, wie kann dann ein Geist (wie häufig berichtet wird) durch Wände u.ä. gehen?
Aus welchen Elementen bestünde eine solche Masse?
Geister sollen ja bekanntlich unsichtbar sein - handelt es sich dann um gasförmige Masse?
Vielleicht besteht ein Geist ja aus Energie? Was aber hält dann diese Energie zusammen?
Bildet ein Geist bei seiner "Manifestation" ionisiertes Gas oder eine Art Plasma, etwa so wie (Kugel-)Blitze?
Die benötigte Energie dafür könnte theoretisch der Umgebung entzogen werden und würde evtl. auch einen Ausschlag auf dem EMF-Gerät [Anmerkung: Gaußmeter] erklären.
Wenn dem so sein sollte, was lässt dieses stationäre Plasma stabil zusammenhalten, sodaß es sich nicht nach Sekunden(-bruchteilen) wieder auflöst?

CEPI: Zusammenfassend dargestellt würde es rein hypothetisch also möglich sein, daß es etwas gibt, das die genannten Eigenschaften besitzt, allerdings gibt es keine bekannte Kraft, die das ganze Gebilde zusammenhalten könnte?
Es soll jedoch vielen Berichten zufolge der Fall sein, daß Erscheinungen dieser Art nur sehr kurz auftreten - eben nur eine Sekunde lang – und dann wieder verschwinden, sich auflösen (ein Mädchen hat mir das unlängst als "ausradiert werden" geschildert). Es kommt plötzlich und verschwindet ebenso plötzlich. Es scheint sich also um etwas sehr Instabiles zu handeln.

Theorie 3: Lebensenergie und Erinnerungen können in Materie gespeichert werden
Hiermit sprechen wir eine weitere beliebte Theorie an, bei der Bilder oder Stimmen (menschliche oder tierische Abbilder) wie eine Videoaufzeichnung an einem bestimmten Ort immer wieder von Neuem abgespielt werden, vergleichbar mit einer Art holographischer Projektion, die durch bestimmte Bedingungen ausgelöst wird.
Angenommen dieses Phänomen existiert, könnte eine derartige ‚Videoaufzeichnung’ auf natürliche Weise in Materie gespeichert und durch bestimmte Reize getriggert werden?

Unsere Frage: Wäre eine derartige holographische „Videoaufzeichnung“ in der beschriebenen Komplexität auf natürliche Weise möglich?

Antworten der Physiker (Zusammenfassung):
Zunächst sollte man zwischen ‚Bildern’ und ‚Stimmen’ unterscheiden. Es gibt Holographie-Techniken, bei denen man 3 D-Bilder auf Folien speichern kann. Ein gutes Stichwort wären hier die ‚optischen Täuschungen’. Lichterscheinungen sind physikalisch gut zu erklären. Wie dies letztendlich interpretiert wird, steht auf einem anderen Blatt. Es ist ja physikalisch auch nicht unmöglich, daß eine kaputte Tasse sich einfach wieder neu zusammensetzt. Hier kommt jedoch die Wahrscheinlichkeit zum Tragen.
Das ‚Stimmen-Phänomen’ allerdings scheint physikalisch gänzlich unmöglich zu sein. Es ist nicht möglich, daß akkustische Informationen auf natürliche Weise in Materie gespeichert und dann auch noch in guter Qualität wiedergegeben werden. Zudem würde auch die Speicherdauer darunter leiden.

Es scheint also, daß die Möglichkeit komplexe, möglicherweise sogar bewegte Bilder in Materie zu speichern, nach derzeitigem Forschungsstand ausgeschlossen werden muß. Ebenso verhält es sich mit der akkustischen Komponente einer oben geschilderten „Videoaufzeichnung“.
Selbst wenn es möglich wäre, eine Information auf einem natürlichen Datenträger zu speichern, so wäre doch die Qualität der Wiedergabe ausgesprochen schlecht und fragmentiert.
Durch Hitzeeinwirkung, chemische Reaktionen und elektrische Energie kann man Dinge recht einfach zum Leuchten bringen. Wird nun dieses Licht durch etwas gebeugt oder gebrochen, kann der Eindruck entstehen, ein Bild zu sehen. (Kurze Anmerkung: Das menschliche Gehirn interpretiert optische und akkustische Reize so, daß es einen Sinn ergibt. Fragmentierte Informationen werden zu einer für den Menschen sinnvollen Information ergänzt. Man nennt dies Pareidolie.)

Schlußworte der Physiker: Es scheint physikalisch unmöglich zu sein, daß Geister existieren, obwohl es zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht einmal eine konkrete Geisterdefinition gibt.

Interessant ist dieses Thema mit Sicherheit, jedoch äußerst schwierig mit rationalen Ansätzen zu erklären.

CEPI: Vielen Dank für Ihre Antworten!

Die genannten Physiker ziehen es vor, anonym zu bleiben. Die erwähnten Fragen wurden in drei verschiedenen Physik-Foren gestellt.

 

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