Im Internet, diversen Büchern und Fernsehsendungen sind viele verschiedene Theorien über Geister und Spukphänomene verbreitet. Die Populärsten möchten wir im Folgenden wiedergeben.

CEPI distanziert sich allerdings von diesen Theorien, da es sich ausnahmslos um wissenschaftlich nicht belegte Spekulationen handelt. Bei Phänomenen wie sie unten dargestellt werden, handelt es sich meist um eine Vielzahl verschiedener natürlicher Ereignisse, die von den Betroffenen falsch interpretiert wurden.

 

_______

Verschiedene Arten, wie Geister angeblich in Erscheinung treten können:

Geister und Spukphänomene werden oft sowohl in der Art ihres Auftretens, als auch in ihrer Wesenheit in unterschiedliche Kategorien eingeteilt.

Sie sollen sich entweder in Form globulärer leuchtender Objekte (sog. orbs), als Nebel oder Ektoplasma, möglicherweise auch als Schattenwesen (shadow people) zeigen. Die wohl seltenste Erscheinungsform scheint die ganzkörperliche Erscheinung zu sein, in der sich der Geist in der Form zeigen soll, die er zu Lebzeiten hatte. In letzter Zeit wurde jedoch die Existenz von Orbs und Ektoplasma, bzw. nebligen Erscheinungen, auch in der Szene der sogenannten Geisterjäger stark in Zweifel gezogen. Orbfotos lassen sich auf natürliche Weise erklären, ebenso auch Nebelschwaden. Ektoplasma wurde im 19. Jh. von selbst ernannten Medien bei ihren spritistischen Sitzungen gefälscht. Aus diesem Grunde sind Fotos immer mit der nötigen Dosis an Skepsis zu bewerten, besonders in einer Zeit, in der Fälschungen allzu leicht am Computer mit gängigen Bildverarbeitungsprogrammen hergestellt werden können.

Ob die sogenannten „shadow people“ der Kategorie Geister angehören, ist umstritten. Es gibt in der Esoterikszene diverse Theorien darüber, die von Parallelwelten über Seelen von Verstorbenen bis zu Außerirdischen reichen. Wissenschaftlich könnte dieses Phänomen auch durch Fehlwahrnehmungen des Auges oder Pareidolie erklärt werden, wobei das Gehirn automatisch unklare Bilder als bekannte Objekte oder Gesichter interpretiert.

 

_______

 

Ortsgebundene Spukerscheinungen:

Zu erwähnen wären an dieser Stelle auch Geistererscheinungen, die sich wie ein Fingerabdruck in die Raum-Zeit eingeprägt haben sollen und sich angeblich zu bestimmten Zeiten immer am gleichen Ort wie ein Film abspielen. Dieser „Abdruck“ ist, Theorien zufolge, durch ein einschneidendes Erlebnis, das starke Emotionen freisetzte, entstanden. Diese Form von Geistern sollen weder mit uns interagieren, noch uns wahrnehmen können.

 

_______

 

Intelligente Geistererscheinungen:

Daneben soll es auch intelligente Geistererscheinungen geben, die sowohl ortsgebunden als auch frei beweglich sein können. Diese sollen in der Lage sein, uns wahrzunehmen und mit uns zu interagieren. Offenbar wird auch einigen die Fähigkeit zugeschrieben, ihre Umwelt physisch beeinflussen zu können, z.B. Gegenstände zu bewegen oder sogar Menschen anzugreifen, obwohl dies in Berichten sehr selten erwähnt wird. Diese Art von Geistern sollen auch in der Lage sein, mit Menschen verbal zu kommunizieren, obwohl ihre Stimmen angeblich meist nur zu hören sind, wenn sie aufgenommen und hinterher verstärkt und gefiltert werden. Einer Theorie nach benötigen sie sehr viel Energie, um sich zu manifestieren oder zu sprechen, weshalb die meisten Geistererscheinungen auch nicht in einer körperlichen Form erscheinen, oder nur in einer schemenhafte Gestalt. Intelligente Spukerscheinungen werden im Allgemeinen in der Esoterikszene als die ihres physischen Körpers befreiten Seelen von Verstorbenen angesehen. Neben menschlichen Geistern kommen wohl auch häufiger Tiergeister vor.

 

_______

 

Dämonen und Naturgeister:

Es soll jedoch auch Spukphänomene geben, die weder auf ein längst vergangenes Ereignis, das sich wie ein Film wiederholt, noch auf die körperlose Seele eines Verstorbenen zurückzuführen sind. Dabei soll es sich um nichtmenschliche Geister handeln, die sogenannten Naturgeister (wie z.B. Feen und Kobolde), und Dämonen. Dämonen wird nachgesagt, dass sie statt kalte Stellen zu erzeugen (siehe cold spots) die Umgebungstemperatur erhöhen.

 

_______

 

Poltergeister:

Diese Art von Spukphänomen, das sich v.a. durch Klopfgeräusche und Objektbewegungen äußern soll, zählt streng genommen nicht zu den klassischen Geistererscheinungen (nach obigen Theorien). Poltergeister werden heutzutage von Parapsychologen in Verbindung mit starker psychokinetischer Energie gebracht und sollen meist durch Jugendliche in der Pubertät oder Personen unter starker psychischer Belastung ausgelöst werden, wobei dies vollkommen unbewußt geschehen soll.

 

_______

 

Cold spots: wenn die Temperatur plötzlich sinkt!

Ein häufig berichtetes Phänomen angeblich paranormaler Sinneswahrnehmungen sind die sogen. „cold spots“ (auch kalte Luftzüge). Es handelt sich dabei um einen plötzlichen und in diesem Moment für die Person unerklärlichen Temperaturabfall von mehreren Grad Celsius. Anhänger der Geistertheorie glauben, wenn ein Bereich eines Raumes plötzlich, in Relation zur Umgebung und ohne erkennbaren Grund, kalt wird, so könnte das ein Zeichen für die Anwesenheit eines Geistwesens sein oder es könnte sich um eine sich gerade manifestierende Erscheinung handeln.

Ihre Erklärung dafür ist, dass Geister Energie benötigen, um sich zu manifestieren und sichtbar zu werden. Deshalb entziehen sie ihrer näheren Umgebung Energie. Dabei soll es sich sowohl um elektromagnetische als auch thermale Energie handeln können. Oftmals wird berichtet, dass nach einer „geisterhaften“ Begegnung, neue Batterien plötzlich leer sind, wodurch batteriebetriebene Geräte wie z.B. Videokameras, lahm gelegt werden.

Zu den Geräten für das Aufspüren von „cold spots“ zählen sowohl Infrarotthermometer, die eine schnelle und punktgenaue Messung erlauben, als auch Wärmebildkameras. Diese arbeiten mit dem oberen Bereich des Lichtspektrums (Infrarotstrahlen), welche von Objekten als Wärme abgegeben und auch reflektiert wird. Wärmere Objekte, wie z.B. warme Körper, geben ein höheres Niveau an Infrarotstrahlung ab als kühlere Objekte (z.B. Gebäude, Möbel etc.). Beide Geräte werden von Geisterjägern häufig zum Aufspüren von Geistern benutzt.

In einigen Fällen berichteten Personen über ein starkes Kältegefühl, das aber durch die Messgeräte nicht festgestellt werden kann. Dieses subjektive Empfinden entsteht wohl durch emotionale oder psychische Reaktionen auf angeblich paranormale Erfahrungen.

Erwähnt sei hier auch, dass Skeptiker behaupten, „cold spots“ würden allein durch natürliche Temperaturschwankungen entstehen.

 

_______

 

Hohe Anzeigen von EMF-Geräten:

Ein AC EMF-Gerät misst Fluktuationen im elektromagnetischen Feld (mit einer Frequenz von über 0 Hertz). Da Geister aus Energie bestehen sollen, versuchen Geisterjäger diese mit EMF-Geräten aufzuspüren. Dies soll wie folgt funktionieren: Geistern wird nachgesagt, sie würden das elektromagnetische Feld stören und das EMF-Gerät zeigt infolgedessen höhere Werte an, als normal wären. Bevor man allerdings eine Untersuchung beginnt, sollte man zunächst einmal die Normalwerte des zu untersuchenden Bereiches feststellen, indem man an verschiedenen Stellen Messungen vornimmt und notiert. Dies geschieht vor allem, um festzustellen, ob hohe Werte auf der Anzeige des Gerätes nicht etwa durch natürliche Energiequellen wie Mikrowellen, Radiowecker oder Sicherungskästen verursacht werden. Sind all diese natürlichen Ursachen auszuschließen, könnte ein hoher Messwert, Theorien zufolge, auf die Manifestation eines Geistes hinweisen. Allerdings gibt es noch eine Vielzahl an alternativen Erklärungsmodellen, denen sich viele „Gläubige“ oft verschliessen.

 

_______


Elektronische Stimmen

EVP steht für “electronic voice phenomenon”, was mit „elektronisches Stimmenphänomen“ zu übersetzen ist.

Eine der ersten überlieferten Berichte von Geisterstimmen auf Tonband stammt von dem schwedischen Künstler und Opernsänger Friedrich Jürgenson aus dem Jahre 1959. Er versuchte, Vogelstimmen aufzunehmen, doch daneben befanden sich auch menschliche Stimmen auf der Aufnahme, die ihn mit seinem Namen ansprachen und angeblich Dinge wussten, die nur er selbst wissen konnte. Seit diesem Erlebnis widmete er sich der Erforschung dieses Phänomens und nahm noch viele weitere EVPs auf. Er zeigte seine Entdeckungen Hans Bender, dem Leiter des parapsychologischen Instituts der Universität Freiburg. Zusammen machten sie in den Jahren 1964 und 1970 einige Experimente. Sie konnten beweisen, dass dieses Phänomen generell existierte, allerdings konnten sie die Sache nicht vertiefen, da die Ergebnisse nicht den strengen Anforderungen der analytischen Methoden standhielten.

1967 publizierte Jürgenson ein Buch zu diesem Thema (ISBN 3-4421-1727-5). Seit dieser Zeit ist EVP zu einem der beliebtesten und sicher auch modernsten Mittel zur Kommunikation mit der Geisterwelt geworden, quasi eine moderne Version der spiritistischen Sitzung.

Skeptikern zufolge sind die aufgenommenen Stimmen mit Störungen durch Radiowellen oder CB-Funk zu erklären. Es gibt auch Theorien, nach denen die Bänder durch elektromagnetische Immission beeinflusst, zuvor magnetisiert wurden oder dass akustische Täuschung verantwortlich für die vermeintlichen Stimmen wäre (das Gehirn interpretiert unklare Geräusche als bekannte Laute oder sogar Worte).

 

 

_______

Orbs auf Fotos:

Als Orbs werden runde, meist halb-transparente Objekte, bezeichnet, die scheinbar frei in der Luft schweben. In den letzten Jahren erschienen tausende von Orbfotos in diversen Geisterforen, auf Webseiten, in Büchern etc. Es scheint als wären Orbs die moderne Version des Ektoplasmas.

Aber entgegen der häufigen Annahme von Anhängern des Paranormalen, es handle sich dabei um die Energie eines Geistes, ist wohl sicher, dass es sich lediglich um Staubpartikel handelt, die durch den Blitz der Kamera oder andere Lichtquellen erhellt wurden. Orbs werden hauptsächlich mit digitalen Kameras aufgenommen, obwohl sie manchmal auch in Bildern auftauchen, die mit analogen Kameras gemacht wurden.

 

_______

 

Gespenst oder Hirngespinst?

Viele Theorien über die Natur paranormaler Phänomene ‚geistern’ durch das Internet. Unser Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese mit wissenschaftlicher Methodik zu ergründen.
Dazu haben wir u.a. einige Physiker befragt und ihnen eine Auswahl der gängigen Theorien über das Wesen von Geistern vorgelegt.
Im Folgenden finden sich sowohl die Theorien in kurzer Zusammenfassung als auch die Stellungnahmen der Physiker, die als Arbeitshypothese ausnahmsweise die Existenz von Geistern angenommen haben.

Theorie 1: Geister entziehen (Wärme)energie
Die erste Theorie besagt, dass Geister Wärmeenergie aus der Umgebung ziehen und die Raumtemperatur somit sinkt.

Theorie 2: Geister sind mit einem Gaussmeter messbar
Die zweite Theorie besagt, dass Geister mit einem Gaussmeter messbar sind und einen stark erhöhten Wert auf der Anzeige auslösen.

Unsere Frage lautete: Wie muss ein Geist beschaffen sein, um diese Eigenschaften zu besitzen? Wäre dies überhaupt physikalisch möglich?

Antwort des Physikers (Zusammenfassung):

Hypothetische Annahme: Geister sind real und entziehen ihrer näheren Umgebung Wärme und können mit EMF-Geräten [Anmerkung: Gaussmeter] nachgewiesen werden.

Um diese Eigenschaften zu haben, müssten Geister nach den Grundsätzen der Physik aus Materie bestehen, mit einer bestimmten Masse, spezifischen Dichte, Wärmekapazität u.ä.
Wenn es sich aber um Materie handelt, wie kann dann ein Geist (wie häufig berichtet wird) durch Wände u.ä. gehen?
Aus welchen Elementen bestünde eine solche Masse?
Geister sollen ja bekanntlich unsichtbar sein - handelt es sich dann um gasförmige Masse?
Vielleicht besteht ein Geist ja aus Energie? Was aber hält dann diese Energie zusammen?
Bildet ein Geist bei seiner "Manifestation" ionisiertes Gas oder eine Art Plasma, etwa so wie (Kugel-)Blitze?
Die benötigte Energie dafür könnte theoretisch der Umgebung entzogen werden und würde evtl. auch einen Ausschlag auf dem EMF-Gerät [Anmerkung: Gaussmeter] erklären.
Wenn dem so sein sollte, was lässt dieses stationäre Plasma stabil zusammenhalten, sodass es sich nicht nach Sekunden(-bruchteilen) wieder auflöst?

CEPI: Zusammenfassend dargestellt würde es rein hypothetisch also möglich sein, dass es etwas gibt, das die genannten Eigenschaften besitzt, allerdings gibt es keine bekannte Kraft, die das ganze Gebilde zusammenhalten könnte?
Es soll jedoch vielen Berichten zufolge der Fall sein, dass Erscheinungen dieser Art nur sehr kurz auftreten - eben nur eine Sekunde lang – und dann wieder verschwinden, sich auflösen.

Theorie 3: Lebensenergie und Erinnerungen können in Materie gespeichert werden
Hiermit sprechen wir eine weitere beliebte Theorie an, bei der Bilder oder Stimmen (menschliche oder tierische Abbilder) wie eine Videoaufzeichnung an einem bestimmten Ort immer wieder von Neuem abgespielt werden, vergleichbar mit einer Art holographischer Projektion, die durch bestimmte Bedingungen ausgelöst wird.
Angenommen dieses Phänomen existiert, könnte eine derartige ‚Videoaufzeichnung’ auf natürliche Weise in Materie gespeichert und durch bestimmte Reize getriggert werden?

Unsere Frage: Wäre eine derartige holographische „Videoaufzeichnung“ in der beschriebenen Komplexität auf natürliche Weise möglich?

Antworten der Physiker (Zusammenfassung):
Zunächst sollte man zwischen ‚Bildern’ und ‚Stimmen’ unterscheiden. Es gibt Holographie-Techniken, bei denen man 3 D-Bilder auf Folien speichern kann. Ein gutes Stichwort wären hier die ‚optischen Täuschungen’. Lichterscheinungen sind physikalisch gut zu erklären. Wie dies letztendlich interpretiert wird, steht auf einem anderen Blatt. Es ist ja physikalisch auch nicht unmöglich, dass eine kaputte Tasse sich einfach wieder neu zusammensetzt. Hier kommt jedoch die Wahrscheinlichkeit zum Tragen.
Das ‚Stimmen-Phänomen’ allerdings scheint physikalisch gänzlich unmöglich zu sein. Es ist nicht möglich, dass akustische Informationen auf natürliche Weise in Materie gespeichert und dann auch noch in guter Qualität wiedergegeben werden. Zudem würde auch die Speicherdauer darunter leiden.

Es scheint also, dass die Möglichkeit komplexe, möglicherweise sogar bewegte Bilder in Materie zu speichern, nach derzeitigem Forschungsstand ausgeschlossen werden muss. Ebenso verhält es sich mit der akustischen Komponente einer oben geschilderten „Videoaufzeichnung“.
Selbst wenn es möglich wäre, eine Information auf einem natürlichen Datenträger zu speichern, so wäre doch die Qualität der Wiedergabe ausgesprochen schlecht und fragmentiert.
Durch Hitzeeinwirkung, chemische Reaktionen und elektrische Energie kann man Dinge recht einfach zum Leuchten bringen. Wird nun dieses Licht durch etwas gebeugt oder gebrochen, kann der Eindruck entstehen, ein Bild zu sehen. (Kurze Anmerkung: Das menschliche Gehirn interpretiert optische und akustische Reize so, dass es einen Sinn ergibt. Fragmentierte Informationen werden zu einer für den Menschen sinnvollen Information ergänzt. Man nennt dies Pareidolie.)

Schlussworte der Physiker: Es scheint physikalisch unmöglich zu sein, dass Geister existieren, obwohl es zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht einmal eine konkrete Geisterdefinition gibt.

Interessant ist dieses Thema mit Sicherheit, jedoch äußerst schwierig mit rationalen Ansätzen zu erklären.

CEPI: Vielen Dank für Ihre Antworten!

Die genannten Physiker ziehen es vor, anonym zu bleiben. Die erwähnten Fragen wurden in drei verschiedenen Physik-Foren gestellt.

 

Wenn Sie CEPI unterstützen möchten, können Sie hier spenden.

CEPI Emergency Hotline :
+49 (0)176 / 8811 6991

eMail : info@CEPI

 

 

 

 

 Impressum eMail : info@CEPI 

© 2010 Central European Paranormal Investigations